Warum war das “Nilometer” der Pharonen die bisher einzig gerechte Steuer?
Frage von blauclever: Warum war das “Nilometer” der Pharonen die bisher einzig gerechte Steuer?
Keine Gaudifrage.
Beste Antwort:
Answer by Petra sucht das Wasserschloß
Weil es die einzige Steuer war und ist, deren Höhe sich nach dem zu erwartenden Wohlstand der Bevölkerung richtete. In speziellen Schächten wurde der Wasserpegel des Nils gemessen. Niedriger Wasserstand (glaube so um die 12 Ellen) hieß, dass die Erträge der Ernte schlecht ausfallen und es wurde eine niedrigere Steuer angesetzt. Je höher der Wasserstand war, um so höher wurde die Steuer angesetzt, weil die Ernten besser ausfielen und die Leute somit mehr “Einkommen” hatten. (Pro Elle Wasserstand mehr –> höhere Steuer).
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Kommentare zu “Warum war das “Nilometer” der Pharonen die bisher einzig gerechte Steuer?”
hab das grad mal bei wiki nachlesen muessen (ungebildetes ich).
finde das jetzt aber nicht so ueberwaeltigend gerecht. zumal nur eine art multiplikator fuer steuern festgesetzt wurde. ok, das is besser als ein fixer betrag. aber der "zehnte" richtete sich ja auch (zumindest theoretisch) nach dem was tatsaechlich geerntet wurde. drum benutzen wir ja eben prozentrechnung fuer solche sachen.
(oder hab ich bei wiki was wichtiges verpasst?)
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1) Ob diese Steuer gerecht war, haengt ja davon ab, wieviel an Pharao oder Priesterschaft abgefuehrt werden musste. Der abzugebene Anteil an der Ernte kann ja immernoch schmerzhaft hoch gewesen sein.
2) Man muss wohl davon ausgehen, dass die Mittel fuer Kriege, Prunkbauten, Tempel und ausschweifiges Leben der herrschenden Kaste gebraucht wurden, und nicht fuer eine staatliche Krankenversicherung. Was soll daran gerecht sein?
3) Progressive Besteuerung gibt es bei uns auch. Wenig Einkommen = wenig Steuer, hohes Einkommen = viel Steuer.
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Die Frage ist schwer nachzuvollziehen….was an dem "Nilometer" ist denn genau anders als an unserer heutigen Steuerprogression? Höhere Einnahmen bedingen höhere Steuern, damals wie heute.
Ich finde das "Nilometer" sogar ungerechter, denn über die Jahreserklärung findet noch ein nachträglicher Ausgleich statt, während beim "Nilometer" die erwarteten (=geschätzten !) Einnahmen entweder zutrafen – oder auch nicht, was aber an der ursprünglich festgesetzten Steuerlast nichts änderte.
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@Dr. Honig und Kai: Das Nilometer so wie es hier beschrieben wird – habe jetzt keine Lust mich bei wiki einzulesen – war ein lineares System: je höher die Ernte desto höher die Steuer.
Unseres ist aber progressiv – das ist was ganz anderes, d.h. für besser Verdienende überprortional belastend, bzw. für weniger Verdienende entlastend – wie man es sehen mag. Der Sozialstaat lässt auch an dieser Stelle grüßen.
linear heißt – von Freibeträgen einmal abgesehen – doppeltes Einkommen –> doppelte Steuer
progressiv heißt – z.B. doppeltes Einkommen –> dreifache oder vierfache Steuer
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Ich bin absolut gegen das progressive Steuersystem. Prozent ist Prozent, da braucht es keine Vervielfachung.
Rico hat kürzlich veröffentlicht.. Privat Kredit von Privaten Leuten ?
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